Die Geschichte

Die Villa Hygiea wurde im Jahr 1876, zur Zeit der österreichisch-ungarischen Monarchie, von Franziska Lemisch erbaut. Als Gattin eines Arztes gab sie dem Haus den Namen Villa Hygiea – benannt nach Hygieia, der Göttin der Gesundheit. Schon der Name spiegelte den Geist der Epoche wider: Erholung, Heilung und Lebenskunst.

Der Bau entstand während der Blütezeit des sogenannten Goldenen Zeitalters am Wörthersee. In dieser Zeit entwickelte sich die Region zu einer der exklusivsten Sommerfrischen der Monarchie. Künstler, Musiker und Schriftsteller trafen hier auf den Wiener Adel und das wohlhabende Bürgertum, das die besondere Lage, das milde Klima und die inspirierende Landschaft schätzte.

Der Sohn der Bauherrin, Arthur Lemisch, war später politisch aktiv und unter anderem an der Volksabstimmung von 1920 beteiligt, die über die Zugehörigkeit Südkärntens zu Österreich entschied – ein historisch bedeutender Moment in der regionalen Geschichte.

Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Untergang des Kaiserreichs ging die Villa im Jahr 1919 in den Besitz von Franziska Anger (später Großl) über, der Tochter eines wohlhabenden Wiener Geschäftsmannes. Die Familie Großl prägte das Haus über fast ein Jahrhundert hinweg und führte es bis 2012 als Pension, stets im Geist der Gastfreundschaft.

Seitdem befindet sich die Villa im Eigentum von Alexandra und Josef Willroider, die das historische Anwesen mit großer Sorgfalt und Respekt vor seiner Geschichte renoviert haben. Ziel war es, den Charakter der Villa zu bewahren und zugleich zeitgemäßen Komfort zu schaffen.

Heute ist Alexandra Willroider für das besondere Ambiente sowie den täglichen Betrieb der Villa Hygiea verantwortlich – und führt damit die Tradition dieses Hauses als Ort der Erholung, Inspiration und persönlichen Gastlichkeit fort.